Teichfische: Welche Arten passen in deinen Gartenteich?
Teichfische bringen Leben und Farbe in dein Gewässer – ob majestätische Kois, lebhafte Goldfische oder heimische Moderlieschen. Doch nicht jeder Fisch passt in jeden Teich. Hier erfährst du, was du bei der Haltung von Teichfischen beachten musst und welche Arten sich für deutsche Gartenteiche eignen.
Was du bei der Haltung von Teichfischen beachten solltest
1. Teichgröße und Tiefe
- Mindestgröße: 2.000 Liter Wasser pro Fisch (bei Kois sogar mehr!).
- Tiefe: Mindestens 80 cm (1,5 m bei Kois), damit Fische im Winter überleben.
2. Wasserqualität
- pH-Wert: 7–8,5 (neutral bis leicht basisch).
- Sauerstoff: Pumpen und Belüfter sind Pflicht – vor allem im Sommer!
- Filterung: Hochleistungsfilter entfernen Fischausscheidungen (z. B. Druckfilter oder Biofilter).
3. Sicherheit
- Schutz vor Raubtieren: Netze oder Überdachungen gegen Reiher und Katzen.
- Pflanzen als Verstecke: Seerosen oder Unterwasserpflanzen bieten Rückzugsmöglichkeiten.
Beliebte Teichfische für deutsche Gartenteiche
1. Goldfische
- Vorteile:
- Robust und pflegeleicht.
- Geeignet für kleine bis mittlere Teiche.
- Farbenfroh und lebhaft.
- Nachteile:
- Vermehren sich schnell.
- Können bei Überpopulation das ökologische Gleichgewicht stören.
- Besonderheit: Perfekt für Einsteiger:innen .
Goldfische im Teich: Pflegeleicht und farbenfroh ->
2. Kois
- Vorteile:
- Majestätische Optik mit intensiver Farbenpracht.
- Zahm und interaktiv (lassen sich füttern).
- Langlebig (bis 60 Jahre!).
- Nachteile:
- Hohe Ansprüche an Wasserqualität und Platz (ab 10.000 Liter).
- Teure Anschaffung und Pflege.
- Besonderheit: Asiatisches Flair für anspruchsvolle Teichbesitzer:innen .
Kois im Gartenteich: Majestätische Haltung von A bis Z ->
3. Moderlieschen
- Vorteile:
- Heimische Art, winterhart und anspruchslos.
- Friedlich und perfekt für Schwärme.
- Fressen Mückenlarven.
- Nachteile:
- Wenig farbenfroh (silbrig-grau).
- Brauchen Verstecke vor Raubfischen.
- Besonderheit: Ideal für naturnahe Teiche.
Moderlieschen: Heimische Alleskönner für naturnahe Teiche ->
4. Bitterlinge
- Vorteile:
- Kleine, friedliche Schwarmfische.
- Fördern die Artenvielfalt (brauchen Muscheln zur Fortpflanzung).
- Heimische Art.
- Nachteile:
- Muscheln im Teich nötig – erhöhter Pflegeaufwand.
- Empfindlich gegenüber schlechter Wasserqualität.
- Besonderheit: Biologisch interessant durch Symbiose mit Muscheln.
Bitterlinge & Muscheln: Einzigartige Symbiose im Teich ->
5. Stichlinge
- Vorteile:
- Interessantes Verhalten (bauen Nester zur Brutpflege).
- Heimische Art, winterhart.
- Fressen Mückenlarven und Algen.
- Nachteile:
- Können aggressiv gegenüber anderen Fischen sein.
- Brauchen klares, sauberes Wasser.
- Besonderheit: Perfekt für naturnahe, kleinere Teiche.
Stichlinge im Teich: Faszinierende Brutpflege & Verhalten ->
6. Shubunkin
- Vorteile:
- Extrem robust und winterhart.
- Farbenprächtig (kalikoartige Muster in Blau, Rot und Schwarz).
- Friedlich und gut für Gemeinschaftsteiche geeignet.
- Nachteile:
- Vermehren sich schnell – kann zur Überpopulation führen.
- Brauchen ausreichend Platz (mind. 1.000 Liter pro Fisch).
- Besonderheit: Eine Unterart des Goldfischs, aber mit exotischerer Optik.
Shubunkin im Teich: Farbenpracht & Robustheit für Anfänger:innen ->
7. Sterlet
- Vorteile:
- Friedlicher Bodenfisch, der Algen und Insektenlarven frisst.
- Exotisches Aussehen (langgestreckter Körper, Knochenplatten).
- Langlebig (bis zu 25 Jahre).
- Nachteile:
- Braucht sehr sauberes, sauerstoffreiches Wasser.
- Benötigt große Teiche (ab 20.000 Liter) und kühleres Wasser.
- Nicht für Anfänger:innen geeignet.
- Besonderheit: Ein kleiner Stör – perfekt für Liebhaber seltener Arten.
Sterlet im Gartenteich: So hältst du den kleinen Stör artgerecht ->
8. Graskarpfen
- Vorteile:
- Effiziente Algen- und Pflanzenvertilger (bis zu 40 kg Pflanzen pro Jahr!).
- Robust und anpassungsfähig.
- Friedlich und gut mit anderen großen Fischen kombinierbar.
- Nachteile:
- Werden sehr groß (bis 1,2 m) – nur für riesige Teiche geeignet.
- In einigen Regionen genehmigungspflichtig (invasive Art!).
- Fressen auch gezielt gepflanzte Wasserpflanzen.
- Besonderheit: Ideal zur Bekämpfung von übermäßigem Pflanzenwuchs.
Graskarpfen gegen Algen: Natürliche Teichpflege leicht gemacht ->
Tipp zur Auswahl:
Achte darauf, dass die Fischarten ähnliche Ansprüche an Wasserqualität, Temperatur und Platz haben. Mische keine Raubfische (z. B. Forellen) mit friedlichen Arten wie Goldfischen!
Pflege: So bleiben deine Teichfische gesund
- Füttern:
- Kois: Spezielles Koifutter, 2–3x täglich in kleinen Portionen.
- Goldfische: Flockenfutter oder Pellets, 1–2x täglich.
- Kontrolle:
- Wöchentlich Ammoniak-, Nitrit- und pH-Wert checken.
- Im Winter Eisfreihalter verwenden (bei Koi-Teichen!).
- Reinigung: Filter monatlich spülen, Schlamm absaugen.
FAQs: Häufige Fragen zu Teichfischen
Kann ich Kois und Goldfische zusammen halten?
Ja, aber Kois brauchen mehr Platz und hochwertigeres Futter.
Wie verhindere ich Algen im Fischteich?
- Schatten durch Seerosen oder Sonnensegel.
- Nährstoffe reduzieren (nicht überfüttern!).
- UV-Klärer einsetzen.
Darf ich heimische Fische wie Moderlieschen selbst fangen?
Nein, das Entnehmen von Fischen aus der Natur ist in Deutschland verboten. Kaufe sie stattdessen bei einem Züchter.
Inspiration: So kannst du deinen Fischteich gestalten
- Beispiel 1: Japanischer Koiteich mit Holzsteg und Wasserfall.
- Beispiel 2: Goldfischteich mit bunten Pflanzen und Solarbeleuchtung.
- Beispiel 3: Naturteich mit Moderlieschen und üppiger Bepflanzung.