Fische gesund halten: Krankheiten vorbeugen & behandeln

Ein gesunder Fischteich ist mehr als nur klares Wasser – es ist ein Ort, an dem deine Fische stressfrei und vital leben. Doch selbst bei bester Pflege können Krankheiten auftreten. Hier lernst du, wie du häufige Fischkrankheiten erkennst, ihnen vorbeugst und im Notfall richtig handelst.

Häufige Fischkrankheiten im Überblick

KrankheitSymptomeUrsache
WeißpünktchenkrankheitWeiße Punkte auf Haut/Kiemen, ScheuernParasiten (Ichthyo)
FlossenfäuleAusgefranste Flossen, RötungenBakterien, schlechte Wasserqualität
BauchwassersuchtAufgeblähter Körper, SchuppensträubeBakterien/Viren, Stress
SaprolegnioseWatteartige Pilzrasen auf der HautPilzbefall nach Verletzungen
KiemenfäuleAtemnot, aufgeklappte KiemenParasiten oder Bakterien

Vorbeugung: So bleiben deine Fische gesund

1. Wasserqualität optimieren

  • Wöchentlich testen: pH-Wert (7–8,5), Ammoniak (<0,1 mg/l), Nitrit (<0,1 mg/l).
  • Sauerstoff: Mind. 5 mg/l – mit Belüfter oder Bachlauf sichern.
  • Teilwasserwechsel: 20–30 % alle 2 Wochen (mit entchlortem Wasser).

2. Stress vermeiden

  • Überbesatz: Max. 1 Fisch pro 1.000 Liter.
  • Verstecke: Wurzeln, Pflanzen oder Höhlen für Rückzugsmöglichkeiten.
  • Fütterung: Sparsam und artgerecht (z. B. Sinkfutter für Störe).

3. Hygiene & Quarantäne

  • Neue Fische: 2–4 Wochen in Quarantäne setzen.
  • Werkzeug desinfizieren: Kescher und Schläuche nach Gebrauch reinigen.

Behandlung: Erste Hilfe für kranke Fische

1. Weißpünktchenkrankheit (Ichthyo)

  • Behandlung:
    • Temperatur langsam auf 28–30°C erhöhen (nur bei tropischen Fischen!).
    • Mittel mit Malachitgrün oder Kupfersulfat (z. B. Sera Costapur).
  • Tipp: UV-Klärer einsetzen, um freischwimmende Parasiten zu töten.

2. Flossenfäule

  • Behandlung:
    • Wasserqualität sofort verbessern (Teilwechsel + Filterreinigung).
    • Antibakterielle Mittel wie JBL Ektol bac Plus.
    • Salzbad (5 g/Liter für 10 Minuten) zur Desinfektion.

3. Bauchwassersucht

  • Behandlung:
    • Isoliere betroffene Fische in Quarantäne.
    • Antibiotika (z. B. Tetra Medica General Tonic) nach Tierarzt-Rücksprache.
  • Achtung: Oft tödlich – Vorbeugung ist entscheidend!

4. Pilzbefall (Saprolegniose)

  • Behandlung:
    • Pilzmittel mit Acriflavin (z. B. Sera Mycopur).
    • Wassertemperatur senken (bei Kaltwasserfischen).

Häufige Fehler bei der Behandlung

  1. Überdosierung von Medikamenten: Immer Packungsanleitung beachten!
  2. Behandlung im Hauptteich: Nutze ein Quarantänebecken, um gesunde Fische zu schützen.
  3. Zu späte Reaktion: Behandle Krankheiten sofort bei den ersten Anzeichen.

FAQs: Häufige Fragen zu Fischkrankheiten

Kann ich Hausmittel wie Salz einsetzen?

Ja – Kochsalz (ohne Jod!) hilft bei Parasiten und stärkt die Schleimhaut (Dosis: 1–3 g/Liter).

Wie erkenne ich Stress bei Fischen?

Apathie, verstecktes Verhalten, schnelle Kiemenbewegungen oder Scheuern an Steinen.

Darf ich Antibiotika ohne Tierarzt geben?

Nein – falsche Anwendung fördert resistente Keime. Hole immer professionellen Rat ein!

Warum sterben Fische plötzlich ohne Symptome?

Häufigste Ursachen: Sauerstoffmangel (nachts) oder Vergiftung (z. B. durch Pestizide).