Algen im Teich bekämpfen: Methoden im Vergleich

Algen sind natürlich, aber zu viele davon machen deinen Teich zur trüben Suppe. Ob Schwebealgen, Fadenalgen oder giftige Blaualgen – hier findest du die effektivsten Methoden im Vergleich. Wir zeigen dir, was wirklich hilft und wie du langfristig algenfrei bleibst!

Erst checken: Welche Algenart hast du?

1. Schwebealgen (Grünes Wasser)

  • Erkennung: Wasser ist undurchsichtig grün.
  • Ursache: Hohe Nährstoffe (Nitrat/Phosphat) + viel Sonne.

2. Fadenalgen

  • Erkennung: Lange, schlammige Fäden an Steinen oder Pflanzen.
  • Ursache: Organische Ablagerungen + Licht.

3. Blaualgen (Cyanobakterien)

  • Erkennung: Blaugrüner Schleim, muffiger Geruch.
  • Achtung: Giftig für Mensch und Tier!

Methoden im Vergleich: Was hilft gegen Algen?

1. Mechanische Entfernung

  • Für: Fadenalgen, grobe Ablagerungen.
  • Methoden:
    • Algenkescher: Fadenalgen manuell abschöpfen.
    • Schlammsauger: Schlamm vom Grund entfernen.
  • Vorteile: Sofortwirkung, umweltfreundlich.
  • Nachteile: Keine Dauerlösung, arbeitsintensiv.

2. Biologische Lösungen

  • Für: Alle Algenarten (Prävention).
  • Methoden:
    • Pflanzen: Konkurrenz um Nährstoffe (z. B. Wasserpest, Hornkraut).
    • Tiere: Algenfresser wie Schnecken, Graskarpfen oder Moderlieschen.
  • Vorteile: Nachhaltig, fördert Ökosystem.
  • Nachteile: Langsame Wirkung, nicht für Akutprobleme.

3. Chemische Algenmittel

  • Für: Akute Algenplagen (nur im Notfall!).
  • Methoden:
    • Phosphatbinder: Reduziert Nährstoffe.
    • Algizide: Tötet Algen ab (Vorsicht bei Fischbesatz!).
  • Vorteile: Schnelle Wirkung.
  • Nachteile: Risiko für Fische/Pflanzen, keine Dauerlösung.

4. Technische Hilfsmittel

  • Für: Schwebealgen, Prävention.
  • Methoden:
    • UV-Klärer: Tötet Schwebealgen mit UV-Licht (ab 10 Watt pro m³).
    • Teichfilter: Mechanisch-biologische Filterung (z. B. Druckfilter).
  • Vorteile: Langfristige Kontrolle.
  • Nachteile: Kosten für Anschaffung und Strom.

5. Hausmittel & DIY

  • Für: Leichte Algenbildung.
  • Methoden:
    • Gerstenstroh: Hemmt Algenwachstum (als Ballen ins Wasser legen).
    • Milch: 1 Liter/1.000 Liter Wasser (senkt pH-Wert) – nur im Notfall!
  • Vorteile: Günstig, natürlich.
  • Nachteile: Begrenzte Wirkung, nicht für schwere Fälle.

Die besten Methoden im direkten Vergleich

MethodeKostenWirksamkeitNachhaltigkeitFür Akutfall?
MechanischNiedrigMittelHochJa
BiologischMittelLangsamSehr hochNein
ChemischMittelHochNiedrigJa
TechnischHochSehr hochHochJa
HausmittelSehr niedrigNiedrigMittelNein

Prävention: So beugst du Algen langfristig vor

  1. Nährstoffe reduzieren:
    • Laubnetz im Herbst.
    • Fischbesatz begrenzen (sparsam füttern!).
  2. Pflanzen einsetzen: Mind. ⅓ der Teichfläche bepflanzen.
  3. Beschattung: Seerosen, Schilf oder Sonnensegel.
  4. Regelmäßige Pflege:
    • Filter reinigen.
    • Schlamm absaugen.

FAQs: Häufige Fragen zu Algen

Funktioniert Gerstenstroh wirklich?

Ja, aber nur bei leichten Algen. Es gibt Gerbsäure ab, die das Wachstum hemmt.

Kann ich Backpulver gegen Algen verwenden?

Nein – es kann den pH-Wert gefährlich erhöhen und Fische schädigen!

Wie oft soll ich den UV-Klärer laufen lassen?

24/7 während der Algensaison (Frühling bis Herbst).

Sind Blaualgen immer giftig?

Ja – bei Verdacht sofort Wasser wechseln und Tiere schützen!