Bitterling im Gartenteich: Faszinierende Symbiose mit Muscheln
Bitterlinge sind keine gewöhnlichen Teichfische – ihre Fortpflanzung ist ein ökologisches Wunder! Diese kleinen, silbrig schimmernden Fische brauchen Muscheln, um sich zu vermehren, und leisten dabei einen Beitrag zum Artenschutz. Hier erfährst du, wie du Bitterlinge erfolgreich hältst und warum sie deinen Teich zu einem einzigartigen Biotop machen.
Vorteile von Bitterlingen im Teich
- Artenschutz: Bitterlinge stehen auf der Roten Liste – ihre Haltung fördert bedrohte Arten.
- Symbiose mit Muscheln: Ein faszinierendes Naturschauspiel direkt in deinem Garten.
- Anspruchslos: Robust, winterhart und perfekt für naturnahe Gewässer.
- Mückenbekämpfung: Fressen Larven und halten das Wasser im Gleichgewicht.
Nachteile & Herausforderungen
- Muschelpflicht: Ohne Teichmuscheln (z. B. Malermuscheln) keine Fortpflanzung.
- Empfindlichkeit: Brauchen sauberes, sauerstoffreiches Wasser.
- Unsichtbarkeit: Durch ihre scheue Art und silbrige Farbe schwer zu beobachten.
Besonderheit: Die magische Symbiose mit Muscheln
Bitterlinge legen ihre Eier in Muscheln ab – die Muschel wiederum gibt ihre Larven an den Bitterling weiter, der sie verbreitet. Ein perfektes Teamwork der Natur, das du in deinem Teich erleben kannst!
Haltung: So fühlen sich Bitterlinge wohl
1. Teichgröße & Tiefe
- Mindestgröße: 2.000 Liter für einen Schwarm von 10–15 Tieren.
- Tiefe: Mindestens 60 cm (frostsicher im Winter).
2. Wasserqualität
- pH-Wert: 7–8,5 (neutral bis leicht basisch).
- Sauerstoff: Natürliche Belüftung durch Pflanzen oder einen Bachlauf.
- Pflanzen: Dichte Unterwasserpflanzen (z. B. Hornkraut) und Schwimmpflanzen (Wasserlinsen).
3. Muscheln & Struktur
- Muscheln: Pro Bitterling-Paar mindestens 1–2 Malermuscheln oder Flussmuscheln.
- Verstecke: Sandiger Boden für Muscheln, Wurzeln und Steine für die Fische.
Pflege-Tipps für gesunde Bitterlinge
1. Fütterung
- Futter: Feines Flockenfutter, Plankton oder Algen – Bitterlinge sind Allesfresser.
- Menge: Sparsam füttern, da sie sich auch natürlich ernähren.
2. Wasserqualität prüfen
- Wöchentlich: Ammoniak und Nitrit testen.
- Monatlich: Schlamm am Teichboden absaugen (ohne Muscheln zu stören!).
3. Muschelpflege
- Platzierung: Muscheln leicht in den Sand eingraben, aber nicht vollständig bedecken.
- Kontrolle: Tote Muscheln sofort entfernen (Geruchsbelästigung!).
Vergesellschaftung: Welche Fische passen zu Bitterlingen?
- Gut kombinierbar: Moderlieschen, Elritzen, Stichlinge.
- Nicht geeignet: Raubfische wie Hechte oder große Kois.
Kosten: Was kostet die Haltung von Bitterlingen?
Posten | Kosten |
---|---|
Bitterlinge (pro Stück) | 4–8 € |
Muscheln (pro Stück) | 10–20 € |
Pflanzen | 50–100 € |
Gesamt | Ab 100 € |
FAQs: Häufige Fragen zu Bitterlingen
Woher bekomme ich geeignete Muscheln?
Kaufe sie bei spezialisierten Züchtern – wild gesammelte Muscheln sind oft geschützt!
Wie vermehren sich Bitterlinge im Teich?
Das Weibchen legt Eier in die Muschel, das Männchen befruchtet sie dort. Die Larven entwickeln sich in der Muschel und verlassen sie nach 2–4 Wochen.
Kann ich Bitterlinge im Mini-Teich halten?
Nein – sie brauchen Platz und stabile Bedingungen. Erst ab 2.000 Liter sinnvoll.
Warum sterben meine Muscheln?
Häufige Ursachen: Sauerstoffmangel, verschmutztes Sediment oder falsche Ernährung (Muscheln filtern Plankton!).
Inspiration: So gestaltest du einen Bitterling-Teich
- Beispiel 1: Naturteich mit sandigem Ufer, Malermuscheln und Schwärmen von Bitterlingen.
- Beispiel 2: Sumpfzone mit Bachlauf, Seerosen und heimischen Wasserpflanzen.